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Vortrag AD(H)S

- Wir empehlen
... oder war es möglich Michel aus Lönneberga zu unterrichten?
Es ist schon ein besonderes Jahr für Kinder und Eltern, wenn die Welt den
100. Geburtstag einer der größten Kinderbuchautorinnen feiern kann.
Ganz besonders "ihr Kind" Michel gibt uns Rätsel auf:
- Hatte er ein Aufmerksamkeits-Steuerungs-Defizit-Syndrom (AD(H)S)?
- War er hyperaktiv?
- Verhaltensauffällig?
Kaum eine Frage beschäftigt Lehrer, Eltern, Pädagogen und Psychologen mehr,
wenn es um Problemkinder geht.
Es gibt Kinder, die fallen auf durch scheinbar chaotisches Verhalten, geringe Frustrationstoleranz, Eigensinnigkeit oder Verträumtheit, Impulsivität, Bewegungsfreude, einen schier unerschöpflichen Vorrat an Fantasie und Kreativität, die manchen Erwachsenen, egal ob sie Eltern, Lehrer, Pädagogen oder Psychologen sind, an die Grenze ihrer Fähigkeiten bringen, da sie von einer so geballten Ladung an wunderbaren kindlichen Eigenschaften überfordert sind.
Wie war das mit Michel? Zwei-, dreimal in der Woche saß er im Tischlerschuppen, weil die Welt und er in Chaos und Missverständnis aufeinander trafen.
Aber es war auch Michel, der dem Alfred trotz Schneesturm das Leben rettete.
Seine Mutter führte ein Tagebuch und jeder Eintrag endete mit dem Satz:„Ich
glaube aus Michel wird nochmal was ganz besonderes werden“, und die Autorin
berichtet, Michel wurde Gemeinderatspräsident.
Wie uns die Veranstalter berichteten, weiß jeder, der Matthias Gradenwitz
näher kennt, dass er völlig anders mit diesen Kindern umgeht und arbeitet.
Das besondere Lern- und Aufmerksamkeitsverhalten beruht für ihn unter
anderem auf der außerordentlichen Fähigkeit den Mittelpunkt des Erlebens
frei in Raum und Zeit wandern zu lassen.
Ihn fasziniert die Lebendigkeit dieser Kinder und er ist jedes Mal wieder
begeistert, wenn er erlebt wie sehr sie ihn an Michel aus Schweden erinnern.
In der täglichen Arbeit sowohl in der Praxis als auch an der Hauptschule in einem sozialen Brennpunkt in Frankfurt/M. trifft man auf manchen „Michel“.
Dabei bildet die moderne Hirnforschung eine feste Grundlage der Arbeit,
indem immer nach den pädagogisch-didaktischen Auswirkungen dieser neuen
Erkenntnisse gefragt und gesucht wird.



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